Für Universitäten und Ausbildungsstätten

Der Simulator für die erste eigene Verordnung

In der Luftfahrt ist es selbstverständlich, dass geübt wird, bevor Verantwortung übernommen wird. MEDCH bringt dieses Prinzip in die Ausbildung: Fallbasiertes Medikationstraining von der Vorlesung bis zum KPJ – für Medizin, Pharmazie und Pflege.

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Die Lücke

Das Studium lehrt Prinzipien.
Die Station verlangt Entscheidungen.

Die universitäre Ausbildung vermittelt Pharmakologie vor allem theoretisch. Die praktische Anwendung am konkreten Fall kommt strukturell zu kurz. Gleichzeitig wächst die Komplexität: über 9.300 zugelassene Arzneispezialitäten, jährlich rund 100 Neuzulassungen, dazu Generika und Biosimilars mit abweichenden Dosierungen.

Der Übergang in die klinische Praxis ist damit der kritischste Moment der Ausbildung: Junge Kolleg:innen sollen ab dem ersten Tag sicher mitentscheiden.

250 Medikamente in zwei Stunden

Eine Ärztin oder ein Arzt, 25 Patient:innen pro Visite, im Schnitt 10 Medikamente pro Person: Was der Stationsalltag verlangt, lässt sich nicht auswendig lernen, nur konsequent trainieren. Genau hier entscheidet sich Sicherheit: Nicht im Nachschlagen, sondern im Erkennen unter Zeitdruck.

Der Einsatz

Ein Instrument. Drei Rollen in der Ausbildung.

In der Lehre

Fallbasierte Trainings als Ergänzung zum Curriculum. Studierende wenden Vorlesungswissen an realistischen klinischen Fällen an, mit sofortigem, evidenzbasiertem Feedback. Interprofessionell nutzbar in Medizin, Pharmazie und Pflegeausbildung.

Im Übergang zur Praxis

Vom KPJ über die Famulatur bis zum Berufseinstieg: Der MEDCHtrainer begleitet den Schritt auf die Station. Im Zentrum steht das Falltraining nach Fachbereich und Schwierigkeitsgrad, ergänzt um den Fall des Tages als tägliches Ritual und die Visiten als risikofreie Stationssimulation.

In der Forschung

Anonymisierte Trainingsdaten eröffnen ein Forschungsfeld zur Arzneimittelkompetenz. Wir begleiten Master- und Diplomarbeiten, Dissertationen und Verwendungsstudien und stellen dafür ausgewertete Datensätze bereit.

Das Startpaket

Die Basiswirkstoffe: der schnellste Weg zur Sicherheit

Nicht alle 9.300 Arzneispezialitäten auf einmal, sondern zuerst die, die wirklich zählen. Welche das sind, ist nicht geschätzt: Grundlage ist die Auswertung von 4.953 Arzneimitteln aus 491 realen Fieberkurven.

Kumulative Abdeckung der im Krankenhaus verwendeten Arzneimittel: 50 Wirkstoffe decken 64 %, 100 Wirkstoffe 80 %, 150 Wirkstoffe 89 %, 200 Wirkstoffe 94 %

Anzahl der Wirkstoffe. Erhebung bezogen auf 4.953 Arzneimittel aus 491 Fieberkurven, ohne Infusionslösungen, topische Arzneimittel, Augentropfen, parenterale Ernährung und Onkologika.

„Mit den 100 häufigsten Arzneimitteln beherrsche ich 80 Prozent der im Krankenhaus verwendeten Arzneimittel.“

Das Basismodul umfasst bereits über 140 Wirkstoffe, je vier klinische Fälle zu Indikation, Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen. Bis März 2027 wächst es auf 150.

So läuft eine Kooperation

Vom Seminartermin zur verbindlichen Übung.

Das Training ersetzt keine Lehrveranstaltung, sondern wird Teil von ihr.
An der Medizinischen Universität Innsbruck läuft es so:

1

Einbettung

Das Training wird verbindliche Übung im Seminar für klinische Pharmakologie des dritten Studienabschnitts. Kein zusätzlicher Termin, kein eigener Kurs.

2

Onboarding

Die Studierenden laden die App und legen ein Konto mit der Instituts-ID ihrer Universität an. Identifiziert wird ausschließlich über die Matrikelnummer.

3

Lernziel

Sie legen fest, wann die Übung als abgeschlossen gilt, zum Beispiel bei 30 korrekt gelösten Fällen. Dafür sind in der Praxis rund 90 Fälle zu bearbeiten, zu je zwei Minuten.

4

Auswertung

Ausgewählte Lehrende erhalten über einen gesicherten Zugang aggregierte Statistiken und, sofern die Studierenden zugestimmt haben, individuelle Antwortverläufe.

Der eigentliche Gewinn

Sie sehen, woran Ihr Jahrgang scheitert.

Fälle, die auffällig häufig falsch beantwortet werden, weist die Auswertung als Hot Spots aus. Diese Themen können Sie im Seminar des Folgejahres gezielt aufgreifen. Aus einer Übung wird so eine Rückmeldung an die Lehre, und mittelfristig ein eigenes Lehrmodul, dessen Fragenset auf den Ausbildungsstand Ihrer Studierenden abgestimmt ist.

Kooperationen

In Lehre und Forschung verankert

Lehre

Medizinische Universität Innsbruck

Kooperation mit der Medizinischen Universität Innsbruck: Das Training ist Teil der verbindlichen Übungen im Seminar für klinische Pharmakologie.

Forschung

Kepler Universitätsklinikum Linz

Am Kepler Universitätsklinikum Linz läuft eine breit angelegte Verwendungsstudie zum Einsatz von MEDCH.

Nachwuchs

Universitätsklinikum Wiener Neustadt

Das Universitätsklinikum Wiener Neustadt setzt MEDCH routinemäßig ein, auch zur Schulung des medizinischen Nachwuchses.

Bringen wir das Training in Ihre Lehre.

Ob Curriculum-Ergänzung, KPJ-Begleitung oder Forschungskooperation: Wir entwickeln das passende Modell mit Ihnen.